Renate Unterberg - Bäume in der Sonne

Funktionen bei Bündnis 90/Die Grünen

  • Es hat mich sehr gefreut, als Mentorin beim grünen Frauenförderprogramm vorgeschlagen worden zu sein. Sehr gerne beteilige ich mich daran, unsere weiblichen Mitglieder zu stärken, zu informieren und für die Mitarbeit in der Partei und in den Bezirksausschüssen zu begeistern.
  • Seit Jahren bin ich aktiv im Stadtteilpolitischen Forum SPF, das die Arbeit der grünen Fraktionen in den Bezirksausschüssen aller Stadtbezirke bündelt und mit der Stadtratsfraktion vernetzt. Mehrere Themen habe ich hier eingebracht. Das SPF hat mich als stellvertretendes Mitglied in der Lenkungsgruppe des Kommunalwahlkampfs 2020 benannt.
  • Ich war Sprecherin des OV Hadern und habe in dieser Eigenschaft eine Veranstaltung der Grünen zum Thema „Einhausung der Autobahn nach Lindau“ mitorganisiert (Link zum Flyer).
  • Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) SilberGRÜN vertrete ich als Delegierte bei der entsprechenden Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG). LAGs entwickeln inhaltliche Konzepte und Strategien grüner Politik und leisten einen Beitrag zur programmatischen Arbeit der Partei. Die LAG SilberGRÜN befasst sich mit Themen rund um das Älter- und Altwerden, z.B. Situation älterer Arbeitnehmer*innen am Arbeitsmarkt, Erwerbsminderung, Partizipation an der Digitalisierung, Rente und Pflege. Hier kann ich die Erfahrungen aus meiner therapeutischen Berufstätigkeit an der Städt. Klinikum München GmbH, aus der Pflege meiner Mutter und aus meinem eigenen Älterwerden einbringen.
  • Immer wieder gerne beteilige ich mich auch bei Infoständen, um mit den Bürger*innen in Kontakt zu bleiben. Dabei unterstütze ich das Sammeln von Unterschriften für Volksbegehren, wie beispielsweise beim Radentscheid München, dem Volksbegehren Artenvielfalt und dem Bürgerentscheid zum Kohleausstieg.
  • Mitglied der LAG Sport und der LAG Christ*innen bei den Grünen.

Der Parteiwechsel

Zu dem Thema des Parteiwechsels ist es wichtig, meinen familiären Hintergrund zu kennen. Mein Großvater war bei der Bekennenden Kirche und Nazigegner. Er stand auf entsprechenden Listen, die den Amerikanern zugänglich wurden. Daher wollten sie ihn nach dem Zweiten Weltkrieg zum Oberbürgermeister einer Stadt in Nordrhein- Westfalen machen. Er hat dann die CDU mitgegründet.

Dies war für mich prägend. In seiner Tradition bin ich 1971 mit 14 Jahren in die Junge Union in Leverkusen eingetreten, lange bevor es Bündnis 90/Die Grünen gab. Getrieben durch meine Erfahrungen als Mutter begann ich um die Jahrtausendwende herum, mich ehrenamtlich intensiv für Kinder und Familien zu engagieren, parallel dazu wurde ich in der CSU aktiv, weil ich damals den schönen Worten der Parteigranden glaubte, sie wollten nun einen Schwerpunkt auf die Familienpolitik legen. Ich setzte mich für Frauenförderung, für Vereinbarkeit von Familie und Beruf, den Ausbau der Kinderbetreuung, Ganztagsbetreuung und vieles mehr ein. Manches davon konnte ich anstoßen.

Insgesamt jedoch musste ich feststellen, dass die CSU nicht frauenfreundlich war, und dass ich das, was mir wirklich am Herzen lag, nämlich der Erhalt unseres Planeten für die Kinder und deren Kinder, in der CSU keine Rolle spielte. Mit dem rechten Rand der CSU wollte ich zudem keine Kompromisse schließen. Der CSU war ich zu feministisch, zu links und zu ökologisch. Mich störte der Opportunismus der CSU, Positionen so einzunehmen, wie man glaubte, dass man die meisten Wähler*innenstimmen bekommen könne. Fukushima gab dann den entscheidenden Impuls: ich wollte mein Engagement, meine Ideen und meine Zeit bei einer Partei einbringen, die einen eigenen inhaltlichen Standpunkt zum Erhalt des Planeten, zum Klimaschutz und zum Naturschutz hat. Ich war einfach in der falschen Partei. Dies wurde mir zwar leider erst spät bewusst, aber nicht zu spät.

Ende 2011 verließ ich die CSU und trat bei Bündnis 90/ Die Grünen ein. Diesen Schritt habe ich nie bereut, im Gegenteil. Hier merkte ich von Beginn an, dass es um die entscheidenden Fragen geht, und dass man gute Antworten findet. Über manches wird diskutiert, aber die Richtung ist klar: Klimaschutz, Energiewende, Verkehrswende, Artenvielfalt, soziale Gerechtigkeit, Feminismus, eine offene und plurale Gesellschaft. Die Zukunft ist grün!